Konzept der Cevi Kindertagesstätte Kirchenfeld Ottilotti

1. Rahmenbedingungen
1.1 Geschichte
1.2 Adressat
1.3 Zielsetzung
1.4 Ort und Lage
1.5 Kontakte zur Aussenwelt

2. Formelles
2.1 Aufnahmekriterien
2.2 Eintritt / Eingewöhnung
2.3 Austritt


3. Zielsetzungen
3.1 Grundgedanken
3.2 Pädagogische Grundhaltung
3.3 Elternkontakte
3.4 Führungsleitbild

4. Instrumente
4.1 Personal
4.2 Kommunikations- / Informationsstruktur
4.3 Gestaltung der Einrichtung

1. Rahmenbedingungen

1.1. Geschichte

Die Initiative für eine Kindertagesstätte wurde infolge freiwerdender Heimleiterwohnung im Cevi Lehrlingshaus ergriffen. Mit dem neuen Verein „Cevi Lehrlingshaus und Kindertagesstätte“, startet das Projekt im Januar 2004.

1.2 Adressat

Cevi Ottilotti ist eine private Kindertagesstätte. Sie steht allen Kindern offen, unabhängig der Herkunft und des religiösen Hintergrundes.

1.3 Zielsetzung

Die Cevi Kindertagesstätte ist eine Institution zur familienergänzenden Betreuung von Kindern ab sechs Monaten bis zum Schuleintritt.

Mit der Führung der Kindertagesstätte Ottilotti bezweckt der Verein für ein Cevi Lehrlingshaus und Kindertagesstätte folgendes:
- seine sozialdiakonische Verantwortung wahrnehmen
- den beruflichen Wiedereinstieg von Frauen fördern
- Eltern bei der Aufteilung der Familien- und Erwerbsarbeit unterstützen

1.4 Ort und Lage

Die Cevi Kindertagesstätte befindet sich an einer günstigen Lage im Kirchenfeld in der Stadt Bern. Vom Hauptbahnhof ist sie in 12 Minuten zu Fuss erreichbar. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind 2 Minuten vom Haus entfernt (Tram Nr. 3 und 5). In unmittelbarer Nähe befinden sich unter anderem eine Einkaufsmöglichkeit und eine Poststelle.

1.5. Umgebung

Gute Möglichkeiten bieten unser eigener Garten, unsere Terrasse und in nächster Umgebung der Dählhölzliwald mit dem dazugehörenden Tierpark.


2. Formelles

2.1 Aufnahmekriterien

Wir achten auf eine altersmässige Durchmischung. Um eine Kontinuität der Gruppe zu gewährleisten, beträgt die Mindestpräsenzzeit in der Regel 2 ganze Tage pro Woche. Im Einzelfall entscheidet die Leiterin.


2.2 Eintritt / Eingewöhnung

In der Regel dauert die Eingewöhnungszeit 4 Wochen und hängt von der Präsenzzeit, dem Alter und dem Wohlbefinden des Kindes ab. Es ist wichtig, dem Kind genügend Zeit zum Ankommen einzuräumen. Die Eltern sollen während der ersten zwei bis drei Besuche mit dem Kind in der Kita verweilen und in der nächsten Zeit, wenn nötig, auf Abruf erreichbar sein.

2.3 Austritt

Die Kündigung des Tagesstätteplatzes muss der Leitung der Kita unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 2 Monaten (auf Monatsende) schriftlich mitgeteilt werden.
Verlässt das Kind die Kita vor Ablauf der Kündigungsfrist, wird für die verbleibenden Tage der volle Betrag berechnet. Diese Kündigungsfrist gilt ab dem ersten Tag der Betreuung des Kindes in der Kita.

Bei Schwierigkeiten mit Kindern kann das Team der Kita nach Bedarf Fachpersonen beiziehen. Für die optimale Problemlösung ist zudem eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern notwendig. Fehlt diese, behalten sich Leitung der Kita und Vereinsvorstand weitere Massnahmen (z.B. Kündigung des Kita Platzes) vor.

3. Zielsetzungen

3.1 Grundgedanken

In den ersten Lebensjahren geht es vor allem darum, im emotionalen und sozialen Bereich stabile Grundlagen für die weitere Persönlichkeitsentwicklung zu schaffen. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass sich das Kind mit Interesse der Umwelt zuwenden kann und damit die Freude am Lernen und Entdecken geweckt wird.
Eine ganzheitlich ausgerichtete Erziehung muss das Kind im persönlichen und im sozialen Bereich fördern, wobei diese aufs Engste miteinander verbunden sind.
Das Kind ist entwicklungsfähig und wird von seinen Persönlichkeitseigen-schaften und den Umwelteinflüssen geprägt.
Das Kind benötigt für seine Entwicklung Liebe und Verständnis, Führung und Grenzen, aber auch ein gewisses Mass an ICH-Stärke und Egoismus.
Wir vertreten ein positives Menschenbild auf biblischer Grundlage und christlicher Ethik.

3.2 Pädagogische Grundhaltung

Die Kinder werden nach fundierten pädagogischen Kenntnissen betreut und in ihrer körperlichen, sozialen, emotionalen und geistigen Entwicklung begleitet, unterstützt und gefördert.
Die Cevi Kita ist ein Ort der Begegnung und der Geborgenheit. Die Kinder sollen ihre Bedürfnisse nach sozialem Zusammenhalt, nach Selbständigkeit, Eigen- und Gruppenaktivität ausleben können.
Der Respekt vor der Individualität und die Achtung vor der Eigeninitiative des Kindes unterstützt sein Selbstwertgefühl, das die Grundlage einer gesunden Persönlichkeitsentfaltung ist.
Die Kita bietet ein breites Angebot an gezielten Erfahrungsspielräumen, in denen die Kinder sich aktiv und ihren Fähigkeiten entsprechend entfalten können.

3.3 Elternkontakte

Wir legen grossen Wert auf eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern.
Die Mitarbeiterinnen der Cevi Kita Ottilotti teilen den Eltern ihre Beobachtungen bezüglich Entwicklung, Gesundheit und Verhalten ihres Kindes mit.
Wenn das Bedürfnis nach einem Gespräch mit den Mitarbeiterinnen oder der Leiterin der Kita besteht, kann jederzeit ein Gesprächstermin vereinbart werden.

3.4 Führungsleitbild

Die Leitung strebt einen kooperativen Führungsstil an. Die Mitarbeiterinnen sollen in ihrer Eigenverantwortung gefördert werden. Das selbständige Denken und Handeln ist in der pädagogischen Arbeit wichtig. Die Aufgabenverteilung, die Verantwortung und die Kompetenzen sollen kongruent sein.
Regelmässige Teambesprechungen und Standortbestimmungen sind Teil unseres Betreuungskonzeptes.

4. Instrumente

4.1 Personal

Die fachgerechte Betreuung von Kleinkindern setzt eine entsprechende Ausbildung des Personals voraus.
Grundsätzlich sind nur ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anzustellen. Lehrfrauen und Praktikantinnen werden nur zusammen mit ausgebildetem Personal eingesetzt. Regelmässige Fortbildung garantiert die Qualitätssicherung.

4.1.2 Stellenplan / Stellenbeschrieb

1 Leiterin à 60%
1 Kleinkinderzieherin oder gleichwertige Ausbildung à 80%
1 Miterzieherin à ca. 40%
1 Lernende 100% und 1 Praktikantinnen 100%

Stellenbeschriebe sind gemäss den Funktionen vorhanden.

4.2 Kommunikations- / Informationsstruktur

Eine offene Kommunikationsstruktur fördert einen guten Informationsfluss. Sie gewährleistet eine optimale Informationsbeschaffung und –verarbeitung.
Permanenter Informationsaustausch ist für eine gute Zusammenarbeit notwendig.

4.3 Gestaltung der Einrichtung

Grundsätzlich ist eine zweckdienliche, optimale, kindergerechte und sichere Einrichtung die Vorausssetzung, um die Tagesbetreuung sinnvoll zu gestalten.
Wir legen grossen Wert darauf, den Kindern Möglichkeiten zu kreativem Spielen und Gestalten anzubieten.


Bern, 29. Juli 2003
Denise Trachsel

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